Antrag: Erstellung eines kommunalen Hitzeaktionsplans und Prüfung von Fördermöglichkeiten

Der Gemeinderat möge beschließen:

  1. Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, einen kommunalen Hitzeaktionsplan für das gesamte
    Gemeindegebiet der Gemeinde Seukendorf einschließlich aller Ortsteile vorzubereiten.
  2. Die Verwaltung prüft, welche Förderprogramme des Bundes, des Freistaates Bayern und weiterer
    Fördergeber für die Erstellung eines Hitzeaktionsplans sowie für konkrete Hitzeschutzmaßnahmen
    genutzt werden können.
  3. Dem Gemeinderat werden die Ergebnisse einschließlich möglicher Förderquoten, Kosten und eines
    Maßnahmenkatalogs zur Beratung vorgelegt.

Begründung:

Die Zahl der Hitzetage und Tropennächte nimmt auch in Bayern kontinuierlich zu. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Menschen mit Vorerkrankungen. Hitze zählt inzwischen zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken. Mit dem Bundes-/Klimaanpassungsgesetz wurde ein rechtlicher Rahmen geschaffen, um Bund, Länder und Kommunen besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Kommunale Klimaanpassungs- und Hitzekonzepte sollen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete
Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln. Der Bund stellt hierfür Beratungs- und Fördermittelmöglichkeiten zur Verfügung. Ein kommunaler Hitzeaktionsplan könnte u. a. folgende Maßnahmen prüfen:

  • Pflanzung zusätzlicher Bäume und Erhalt bestehender Großbäume. Der Erhalt großer, gesunder Bäume ist eine der wirksamsten und zugleich kostengünstigsten Maßnahmen zum Schutz vor sommerlicher Hitze. Bestehende Grünstrukturen sollten deshalb bei allen zukünftigen Planungen besonders berücksichtigt werden.
  • Entsiegelung geeigneter Flächen;
  • Schaffung von Schattenplätzen auf Spielplätzen, an Bushaltestellen und öffentlichen Plätzen;
  • Einrichtung öffentlicher Trinkwasserstellen
  • Begrünung öffentlicher Gebäude
  • Informationen und Warnhinweise für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen
  • Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und Vereinen.

Für viele dieser Maßnahmen bestehen Fördermöglichkeiten des Bundes im Bereich Klimaanpassung und Natürlicher Klimaschutz. Eine Prüfung dieser Fördermöglichkeiten kann dazu beitragen, den Gemeindehaushalt zu entlasten. Ziel dieses Antrages ist zunächst ausdrücklich die Prüfung der Möglichkeiten. Über konkrete Maßnahmen und deren Umsetzung entscheidet der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt auf Grundlage der vorgelegten Ergebnisse.


Der Antrag wurde in der Gemeinderatssitzung vom 27.07.2026 in allen Punkten einstimmig angenommen. Damit ist der erste Schritt zu einem Hitzeaktionsplan getan!

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